Saison 2014/2015

1. Skiopening 2014 / 2015

2. Skiwochenende

3. Ski - & Snowboardkurs

4. Skifinish

 

 
Unterwegs mit einem kleinen Freund – das Skiopening am Samstag, den 13.12.2014

Ja, wo gibt’s denn bloß an Schnee? Zum Glück hatten Doris und ich darauf eine Antwort, denn schon am Wochenende zuvor waren wir zur Fortbildung beim Zillertalseminar in Hochfügen auf prima präparierten Pisten Ski gefahren.

Und da ging es dann auch zum Opening hin.

Dabei waren hauptsächlich „alte Hasen“, nämlich Elke, Gitti, Gernot, Harry und Michael (Stephan musste berufsbedingt leider absagen) und, zum ersten Mal, Andrea, die sofort super zu uns gepasst hat.

Mit zwei Autos – vielen Dank an die Fahrer Michael und Harry – fuhren wir sicher und flott ins Skigebiet, wo natürlich wieder Begrüßungssüßigkeiten verteilt wurden, außerdem aber auch ein „kleiner Freund“ für jede/n. Der, ein selbstgebastelter Jonglierball, begleitete uns durch den Vormittag. Schon beim Aufwärmen kamen unsere Hirnwindungen kräftig in Wallung beim Werfen und Fangen mit teils komplizierten Aufgabenstellungen. Beim Fahren dann wurde der kleine Freund gepresst, übergeben, gefangen, geworfen, fallen gelassen und wieder aufgehoben. Die Zeit verging wie im Flug.

Mittags allerdings wurde unsere Geduld ziemlich auf die Probe gestellt, denn die Pizza ließ lange auf sich warten. Aber mit Ratschen verging die Zeit schon und geschmeckt hat es zum Glück dann allen sehr gut.

Nachmittags genossen wir mehrere Abfahrten zur Talstation und alle geäußerten skifahrerischen Wünsche wurden noch erfüllt. Bis fast zum Betriebsschluss nutzten wir die Gondel und schlossen den Skitag mit einem Getränk bei „Stimmungsmusik“ fröhlich ab.

Wieder einmal war es ein herrlicher Tag – die nächste Möglichkeit dazu gibt es – außer beim Skiwochenende – beim Skifinish am Samstag, den 07.03.2015.

Hoffentlich bis dann, liebe Grüße,

Gudrun und Doris

   

   
Das Skiwochenende 2015 – ein Skiwochenende der etwas anderen Art

Wie jedes Jahr am Wochenende nach Heilig Drei König machten wir, Gudrun und Willi Metz und ich, uns zusammen mit einer Gruppe netter und ausgezeichneter Skifahrer auf den Weg in Richtung Kitzbühel, um dort gemeinsam unser alljährliches Skiwochenende zu genießen.

So weit, so gut, der Beginn verlief völlig normal. Normal war auch, dass die Wetterprognose nicht ganz so rosig war, das war hin und wieder auch schon der Fall und bekanntlich wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Auch der Ankunftsabend verlief wie gewohnt, ein Teil der Gruppe ging zum Rodeln – vielen Dank an Willi – ein Teil erholte sich im Wellnessbereich des Hotels, bis wir uns alle zum gemeinsamen Abendessen trafen. Dass es an diesem Abend monsunartig geregnet! (nicht geschneit) hat, hat auch niemanden beunruhigt.

Samstag in der Früh begannen dann die ungeplanten Ungewöhnlichkeiten. Aufgrund des Sturms fuhren nur eine Hand voll ausgewählter Bergbahnen und Lifte und die Schneequalität wurde uns vom Kassenpersonal als katastrophal geschildert, der Preis für den Tagespass dennoch nur minimal reduziert. Wir beratschlagten mit der Gruppe, was wir tun sollten und wollten. Nach einigem Hin und Her kamen wir gemeinschaftlich zu dem Schluss, einen Skitag zu riskieren. Wir stiegen also in den Skibus Richtung Kitzbühel, um von dort ab der Bergstation Hahnenkammbahn zu erkunden, was an diesem Samstag skifahrerisch machbar war. Aufgeteilt in zwei Gruppen unternahmen wir unsere „Forschungsfahrten“.

Welch eine Belohnung brachte dann der Tag für unsere Risikobereitschaft! Der Himmel klarte völlig auf, bis wir bei strahlendem Sonnenschein ohne ein Wölkchen bei herrlichstem Frühjahrsschnee – wir schrieben noch nicht mal Mitte Januar – einen traumhaft schönen Skitag verbringen durften. Es waren immerhin so viele Lifte geöffnet, dass wir den Tag durchaus abwechslungsreich gestalten konnten und mit fortschreitendem Nachmittag doch alle das intensive Skifahren in den Knochen spürten und sich zufrieden nach dem unerwartet tollen Tag auf einen regenerativen Abend freuten.

Und nun Sonntag Früh. Wieder regnete es wie aus Eimern. Die Liftsituation war identisch wie am Vortag, nur der Himmel sah diesmal so aus, dass selbst der größte Optimist keine kurzfristige nennenswerte Wetterbesserung erkennen konnte. Wieder wurde „Kriegsrat“ gehalten, was sinnvoller Weise getan werden sollte. Relativ schnell kam die Gruppe überein, am Sonntag nicht mehr Ski zu fahren, aber welche Alternativen konnten auf die Schnelle realisiert werden? Dank der Flexibilität, der Unkompliziertheit und der Offenheit der Teilnehmer Neuem gegenüber, wurde ganz schnell die Idee einer gemeinsamen Pilatesstunde geboren und schon fanden sich fast alle mit Badetüchern = Pilatesmatten bewaffnet im zweiten Stock des Hotels im Flur = Sporthalle ein. Für manche eine ganz neue Erfahrung, für manche lieb gewordene Gewohnheit, am Ende hatte jeder seinen Spaß an und mit Pilates und der Sport war dann doch noch Teil der Tagesgestaltung. Danach ging ein Teil der Gruppe wieder in den Wellness Bereich des Hotels, andere traten gleich die Heimfahrt an.

Zum Schluss waren sich wieder alle einig: ganz anders, als die Vorjahre, aber „schee wars trotzdem“.

Bekanntlich ist nach dem Skiwochenende vor dem Skiwochenende, deshalb für die Langfristplanung abschließend noch der Termin für´s nächste Jahr:

08.01.2016 – 10.01.2016

Über Eure Teilnahme auch im nächsten Jahr würden sich sehr freuen

Gudrun, Willi und Doris

   

   
Der Skikurs hat begonnen…

Ziel  Lenggries, Wetter – Schneeregen – Schnee

17.01.2015 1. Skikurstag

 

 6.30 Uhr  Einfahrt in die Parkbucht Feldbergstraße 83, unser Treffpunkt in Trudering, schnell das Material ausladen und dann die Eltern bitten die Parkbucht frei zu machen. Schon kommen die Busse. Freude über das Wiedersehen mit unseren bewährten Partnern des Busunternehmens Vogel/Ismaning. Zügig alle Ski und Rücksäcke der Kinder verstauen, die Eltern verabschieden und weiter geht’s nach Harlaching in die Säbener Straße.

7.00 Uhr wie immer eine schwierige Einfahrt auf den Parkplatz der Klausener Straße. Alle dortigen Familien stehen schon erwartungsvoll – leider im Weg! Sind jedoch gerne bereit mit Unterstützung der dortigen Skilehrer den Bussen nun freie Fahrt zu gewähren. Großer Tumult beim Einladen und Plätze suchen. Alle Eltern werden mit Informationen versorgt. Den ersten Kindern müssen die Tränen getrocknet werden. Dies gelingt nur mit dem Versprechen, dass in einer viertel Stunde das Busunterhaltungsprogramm mit Gudrun beginnt.

7.30 Uhr Abfahrt zur nächsten Einstiegsstelle – Sauerlache, dort holen wir Gudrun ab.

7.50 Uhr Gudrun steht nicht an der Einstiegstelle. Wir haben die falsche Stelle angefahren. Macht nichts. Der Fehler ist nach 5 Minuten korrigiert.

7.55 Uhr Gudrun ist drin. Nach einer kurzen Begrüßung packt sie die Gitarre aus und fängt zu trällern an. Alle Tränen sind vergessen. Mit Begeisterung stimmen die Kinder beim „Fliegerlied“, die Affen rasen durch den Wald usw. mit ein. Bei „Laurenzia“ singt sogar der Busfahrer mit. Die Zeit vergeht schnell und wir werden gerade mal so mit unseren Aufgaben (Geld einsammeln usw.) fertig, dann müssen sich schon wieder alle für das Aussteigen bereit machen.

8.25 Einfahrt am Parkplatz in Wegscheid. Ein Teil von uns räumt die Ski aus, während die anderen den Kindern beim Anziehen helfen, bzw. die Karten kaufen oder mit den Kindern auf die Toilette gehen. Ohweh, es wurden Handschuhe vergessen bzw. man weiß nicht wie, aber sie sind pitschnass. Wir suchen nach Ersatzhandschuhen und finden welche. Einige Kinder haben die Schuhe verkehrt an. Also noch einmal von vorne beginnen und alles richtig stellen. Fertig – nicht ganz, für die Kinder, die ihr Geld vergessen haben noch Geld einstecken. Zwei oder drei Kinder suchen ihr Geld auch noch im Bus. Jetzt sind wir aber endlich fertig. Los geht es zum Lift. Partnersuche zum Liftfahren. Wisst Ihr noch wie es geht? Gut dann oben rechts aussteigen und vom Ausstieg wegfahren. Das hat ja gut geklappt. Wir fahren die ersten Schwünge. Bei vielen klappt es gut. Manche haben alles vergessen. Da alle Skikurse nah beieinander sind können wir uns schnell helfen. Bis zum Mittagessen läuft alles fast wieder normal.

11.30 Uhr Mittagessen. Jeder hat Hunger und will sofort was essen. Wir helfen beim Ausziehen und nehmen die Bestellungen auf. Die Kleinen können sich nicht entscheiden. Sie wollen doch lieber ein Schnitzel. Leider reicht dann das Geld nicht. O.K. dann einen Kaiserschmarrn, keine Pommes. Also schreiben wir die Bestellung noch einmal um. Das Personal der Hütte ist gut organisiert. Fix stehen die Speisen und Getränke bereit. Wir verteilen das Futter an die wilden Tiere. Auch wir haben Hungen und versuchen etwas zu essen. Die Kinder sind aber jetzt schon fertig und wollen zahlen und dann wieder auf die Ski. Schön der Eifer! Wir schlingen die Mahlzeit hinunter und helfen dann wieder allen beim Anziehen.

12.30 Uhr Raus in das „Pisswetter“ (sorry es gibt nur gutes und sehr gutes Wetter) also raus ins „gute Wetter“ und rein in den Lift. Alles läuft wie am Schnürchen.

14.30 Uhr Man erkennt die Müdigkeit der Kinder. Jedes zweite Kind fällt aus dem Lift. Macht nichts. Das war die letzte Fahrt. Wir hatten einen wunderbaren Skitag.

15.00 Uhr Gemeinsam gehen wir  zum Bus und ordnen die Ski nach Einstiegstelle. Bei der Heimfahrt können wir uns in Ruhe über die abschließende Skikurseinteilung besprechen. Die Kinder brauchen uns gerade nicht. Sie schauen sich „Wicki und die starken Männer an“.

17.00 Uhr Wieder in Harlaching angekommen beantworten wir die aufgeregten Fragen der Eltern. Wir müssen aber weiter nach Trudering. Ein paar Stöcke werden nicht gefunden. Sicherlich finden wir sie in Trudering.

17.45 Uhr Auch in Trudering warten die Eltern schon auf ihre müden Sprösslinge und wollen natürlich wissen, wie es gelaufen ist. Gut – sehr gut sogar. Ein Kind weint weil die Eltern nicht da sind. Die vermissten Stöcke haben wir jetzt nicht gefunden. Dafür hat hier ein Kind zwei unterschiedlich lange Stöcke. Wir werden eine mail an alle Teilnehmer schreiben . Die tauchen schon wieder auf.

19.00 Uhr Wir sitzen in der Wirtschaft und besprechen den Tag. Im anderen Bus lief alles easy.

21.00 Uhr Wir sind daheim und ich schreibe noch eine mail an Claudia – wegen der Stöcke und so.

Zufrieden lege ich mich auf die Couch. Es war ein spannender Tag. 1. Skikurstag – der ganz normale Wahnsinn.

Irene Fröhler

   
   
   
   
2. Skikurstag

Steinplatte – Seegatterl, Schneefall, kalt

24.01.2015 2. Skikurstag

 

6.30 Uhr wir fahren zum Treffpunkt. Diesmal ist niemand aufgeregt. Die Busse stehen schon da. . Im Bus frage ich nach den Kindern, die letztes Mal keine Notfallkarte erhalten haben. Das möchte ich jetzt nachholen. Eine süße, vorwitzige Kleine lurt über ihren Sitz und meint sie wollte mich ohnehin schon daran erinnern. Ich muss grinsen.

7.00 Uhr In Harlaching läuft ebenfalls alles routiniert obwohl heute der Erwachsenenkurs startet. Wir werden pünktlich fertig Das ist gut. Wir haben eine längere Fahrt vor uns . Nach einer kurzen Begrüßung und dem Hinweis, dass diesmal der Abfall in den Abfalleimer geworfen und die Schokolade in den Mund gesteckt und nicht auf der Sitzfläche der Polster verteilt wird beginnen wir mit der Morgengymnastik und dem Fliegerlied. Der Bus tobt. Ich stelle mir jetzt lieber nicht vor was sich die Passanten auf der Grünwalder Straße denken.

7.30 Uhr Diesmal fahren wir in Hofolding raus. Da waren wir letztes Mal auch schon. Das war dann aber falsch. Gudrun winkt uns schon von weitem und hört gar nicht mehr auf. Denkt wahrscheinlich sie müsste ein Flugzeug auf die Startbahn lenken. Ich rate ihr dann auch beim Einsteigen, dass man mit Fahnen das Winken besser sehen könnte.

Gudrun wird von den Kindern mit dem  Lied . „Eisgekühlte Coca-Cola“ empfangen. Claudia sammelt noch das Geld für die Tageskarten ein und dann beginnt die Musikshow. Auch der Busfahrer macht wieder mit. Hupt immer kurz bei Laurenzia. Die anderen Verkehrsteilnehmer im kurzen Stau sind verwirrt. Deshalb trauen wir uns mit der Huperei nicht mehr weitermachen. Dafür singen wir jetzt immer dazwischen wenn man eigentlich nicht singen darf bei „Jetzt fahr´n wir übern See“. Weil die Stimmung so  gut ist, bemerkt keiner die Kurven.

9.00 Uhr In Seegatterl wartet auf uns die erste Herausforderung.  Eine riesige Warteschlange auf der Damentoilette. Ich rate den Kindern ihre Jacken schon vorher auszuziehen und stehe kurz darauf mit einem Haufen Jacken und Handschuhen da.  Die nächste in der Schlange bin ich.  

Danach die erste Gondelfahrt meines Skikurses Wir teilen die Kinder in zwei Gruppen. Simone hilft mir heute. Auf sie ist blinder Verlass. Ich erkläre den Kindern: ganz nach hinten gehen und hinsetzen. Keiner bleibt stehen. Beim Ersten klappt es. Beim Zweiten auch. Der Dritte bleibt stehen und sucht sich einen schönen Platz.Alle Anderen bleiben auch stehen. Chaos! „Durchgehen und hinsetzen“ belle ich ( Labrador). Keine Reaktion. „Durchgehen und hinsetzen“ ( Rottweiler). Ich bekomme einen Adrenalinstoß, denn wir sind der Abfahrtstelle schon ziemlich nah. Vor Aufregung fällt mir der Name vom Dritten nicht ein. Aber jetzt reagiert der Zweite und gibt dem Dritten einen Schupps. Der sitzt jetzt und die Anderen können endlich einsteigen. Gerade noch rechtzeitig bevor die Türen schließen und die Bergfahrt beginnt. Oben schnallen wir die Ski an und teilen uns ein für den Sessellift. Gerade als wir einsteigen wollen drängt sich jemand dazwischen und lässt die vorwitzige Kleine mit der Notfallkarte zurück. Ganz oben will ich sie trösten, sie winkt ab und meint sie hätte dafür Verständnis. Die Kinder sind entzückend. Eifrig ziehen sie ihre Schwünge und schon geht es zur nächsten Runde bis es, nach gefühlten Minuten, schon wieder Zeit für Mittagessen ist. Mit einem Förderband überwinden wir einen kleinen Anstieg zur Hütte. Die Kinder fahren zuerst und bewerfen sich oben mit Schneebällen. Das darf man aber nicht, schreit mir der Betreiber des Förderbandes wütend zu. Und auf das Band setzen auch nicht. Ich bedanke mich für den freundlichen Hinweis. Das Essen wird uns diesmal von einem sehr netten Kellner serviert. Das Geld für die Zeche muss allerdings ich einsammeln. Ich frage den mir am nächsten was er gegessen hat. Ihm fällt das momentan nicht mehr ein. Ein anderer fragt dazwischen ob er als nächster dran ist. Dem Ersten fällt jetzt ein was er gegessen hat und der Zweite sagt mir, dass er sein Geld vergessen hat. Die Kleine mit der Notfallkarte fragt mich ob ich ihr mal helfen kann beim Anziehen. Der rechts neben mir zählt das inzwischen gesammelte Geld und schiebt es über den Tisch. Wieder fragt mich ein Kind wo sein Helm ist. 9,50 Euro kostet dein Essen, ich kann dir aber nicht rausgeben. Wieviel sind 10 Euro.... Nach 20 Minuten habe ich das Geld zusammen und gebe es Martina, die noch ein bisschen braucht mit ihrem Kurs.  Dann geht’s wieder auf die Piste. Diesmal fahren wir Schlepplift.  Alles klappt prima. Jeder weiß was er zu tun hat. Simone – meine Helferin – fährt mit einem kleinen Jungen und lobt ihn wie gut er schon Liftfahren kann. Gleich danach fallen beide aus dem Lift. Der Junge schimpft, weil Simone ihn so zugequatscht habe hätte er sich nicht mehr konzentrieren können. Der restliche Skitag vergeht wieder sehr schnell. Schon sitzen wir wieder in der Gondel nach unten. Heute müssen noch die Gruppenfotos für die Urkunden gemacht werden. 

15.45 Wir  sitzen wieder alle abfahrbereit im Bus. Jedoch – Doris fehlt!

Wir beschließen, dass der erste Bus voraus fährt. Im Bus ist es ruhig. Filmzeit!

Wir sind mit dem zweiten Bus in Kontakt. Gott sei Dank. Kein Unfall. Mit großer Verspätung kann endlich auch der zweite Bus die Heimreise antreten.

Wie vorausgesagt kommen wir um 17.30 Uhr in Harlaching an. Die Kinder, deren Eltern oder Geschwister im zweiten Bus sitzen werden von uns bis zum Eintreffen betreut. In Trudering sind wir ebenfalls pünktlich. Auch hier warten wir bis der zweite Bus nachzügelt.

Diesmal bleibt eine ganz Skiausrüstung übrig. Ich lade alles in meinen Kofferraum.

Daheim telefoniere ich mit Claudia wegen der übriggebliebenen Ski und so.

20.00 Uhr Müde falle ich auf mein Sofa.

Irene Fröhler

   
   
   
   
3.Skikurstag

St. Johann/ Tirol, Neuschnee, Sonne

31.01.2015 3. Skikurstag

 

Uhr Treffpunkt Trudering Alle freuen sich auf einen schönen Skitag

7.00 Uhr Treffpunkt Harlaching – heute kommen noch die Freerider und Michi dazu

Alle freuen sich auf einen schönen Skitag

7.40 Uhr Autobahn Salzburg - mit uns freuen sich noch ca. 1 Mio Skifahrer auf einen schönen Skitag. Erlebnisbusfahrt. Gudrun singt mit uns ein neues Lied. „Ein Kühlschrank ging spazieren und pfeifft“ Das Pfeiffen übernehmen wir Übungsleiter.  Ab der 3. Strophe gelingt die Melodie. Obwohl wir sehr lange unterwegs sind vergeht die Zeit schnell. Auch die Vorbereitungen (Ski ausladen, Schuhe anziehen usw.) sind flott erledigt. Wieder eine lange Schlange auf der Toilette. Diesmal kümmert sich Simone um die Mädchen, Während ich auf die Jungs warte bemerke ich, dass ich mit Claudia die Skijacke verwechselt habe. Wir tauschen schnell.  Ich laufe dann mit den Jungs  weiter zum Lift. Dort dürfen sie schon mal eine Fahrt alleine machen. Ich kann den Hang gut einsehen. Einer traut sich nicht. Ich stelle mich mit ihm am Schlepplift an. Während er schon durch das Drehkreuz geschlüpft ist, wird mir der Zugang verweigert.  Zunächst bin ich verwirrt – dann fällt mir die Verwechslung ein. Ich rufe meinem Zögling zu, dass er es jetzt doch alleine schaffen muss und will wieder aus der Warteschlange. Das gelingt mir nur indem ich mich tausendmal entschuldige, alle anderen in der Warteschlange in höchste Bedrängnis bringe und die spitzen Bemerkungen überhöre. Endlich krame ich mein Handy aus der Tasche, wähle Claudias Nummer und höre es in meiner Jacke klingeln. Mist! Aber da erblicke ich Claudia – Gott sei Dank. Noch einmal tauschen wir – Liftkarte gegen Handy.

Die Jungs sind inzwischen schon zweimal den Hang gefahren.Mein Zögling ist stolz. Nun kann er alleine Schlepplift fahren.

Endlich kommen die Mädchen dazu. Simone und ich helfen die Ski anzuschnallen. Fast jedem Kind muss der Schnee mühsam von den Sohlen entfernt werden. Eigentlich haben wir ja in einem Brief um das Einwachsen der Schuhsohlen gebeten. Völlig durchgeschwitzt sind wir nach gefühlten Stunden endlich fertig. Tobi hat ein kleines Übungsrennen gesteckt. Wir trainieren die Rennsituation für den nächsten Sonntag. Die Kinder sind sehr eifrig bei der Sache. Besonders schwierig jedoch gestaltet sich das Anstellen vor dem Start. Die Hinteren rücken dem Starter so auf die Pelle, dass dieser kaum losfahren kann. Bevor ein Streit entsteht ordnen wir das Chaos. Beim nächsten Mal beobachten wir aus dem Lift wie die Kinder mit viel Angstrengung eine ordentliche Reihe bilden. Natürlich ernten sie ein großes Lob und einige Gummibärchen.

13.00 Uhr schnelles Mittagessen und dann mit der Gondel ganz nach oben.

14.30 Uhr eine aufgeregte Meute steht zur Talfahrt bereit. Man sieht den Meisten schon an, dass ihnen die Piste ein wenig Respekt einflößt. Ängstlich,aber hochkonzentriert ziehen sie die ersten  Schwünge. Gut gemacht, weiter so, du schaffst das, prima,  -  allmählich entspannen sich die Kleinen. Meter für Meter schlucken wir die Piste und nähern uns zügig dem Tal. Zum Schluss noch eine rasante Schussfahrt. Das war unsere erste große Abfahrt. Stolz blitzt aus den Augen. Wir loben und belohnen wieder mit Gummibärchen. Um 15.30 Uhr sind wir am Bus. Heute machen wir noch ein Gruppenfoto mit allen Skilehrern.

17.45 Uhr fast pünktlich sind wir wieder in Harlaching.

Niemand hat etwas vergessen. Bis zum nächsten Wochenende ist noch viel zu erledigen. Heute lege ich mich erst einmal gemütlich auf meine Couch und höre den Erzählungen meines Mannes zu bevor ich einschlafe.

Irene Fröhler

   
   
   
   
4. Skikurstag

Sudelfeld – sonnig – Schneeverhältnisse sehr gut – eisig kalt

07.02.2015 4. Skikurstag

 

18.00 Uhr alle Skilehrer treffen sich im Giesinger Garten. Die Wirtsleute sind ehemalige Skischüler von uns. Bei leckerem Essen lassen wir die vergangenen Skikurstage Revue passieren. Martina und ich unterhalten die neben uns Sitzenden mit den Erzählungen über unsere Gruppenkinder. Heute war es sehr anstrengend . Die Kinder und wir waren irgendwie durch den Wind.

 

6.00 Uhr bei uns zuhause ist es hektisch. Weiß der Teufel warum. Deshalb vergessen wir auch Marios Helm.

7.00 Uhr irgendwie habe ich das Gefühl, dass auch einige andere Skilehrer verplant sind.

Heute ist Roman dabei. Wie immer sehr gut gelaunt. In den vergangenen Wochen hat er den Ausbildungslehrgang zum Tourenübungsleiter besucht. Er hat die Prüfung mit sehr gutem Erfolg bestanden.

 Auch Steffi ist dabei. Unser Kleinster braucht Sonderunterstützung.Gudrun steigt heute schon in Harlaching ein. Die Kinder sind irritiert.

7.30 Uhr wir fahren pünktlich ab. Gudrun amüsiert sich über das Morgenprogramm. Aber: eigentlich hampeln nur die Skilehrer. Die Kinder schauen irgendwie irritiert.

8.00 Uhr Gudrun startet das Musikfestival. Ich singe nicht mit. Bin zu müde. Auch die Kinder singen nur leise. Sind wohl auch zu müde. Den kurvigen Tatzelwurm überstehen sie ohne Übelkeit ….... Gott sei Dank. Die Ablenkung hat wohl gewirkt.

Träge suchen alle ihre Ski und Stöcke. Heute müssen wir die Schuhe zuschnallen, die Helme aufsetzen, in die Handschuhe helfen, Nase putzen, Ski suchen, Stöcke natürlich auch!!

 Dann ein leider etwas beschwerlicher Weg zur Liftstation. Endlich sitzen wir im Sessellift. Ich atme auf. Glaube das Schlimmste wäre vorbei. Da habe ich mich jedoch zu früh gefreut. Am Ausstieg blockieren meine Kinder alles. Die nachfolgenden Skifahrer wissen nicht wohin. Das Liftpersonal schimpft. Streng weise ich die Kinder an, den Platz  frei zu machen. Alle Bemühungen verlaufen im Nichts. Jedem einzelnen Kind gebe ich gezielte Anweisungen. Sehr, sehr,sehr, sehr langsam löst sich der Knoten.

Gerade noch rechtzeitig, denn jetzt steigen Martinas Kinder aus. Ich höre Martina. Die Worte und die Stimmlage kommt mir bekannt vor.

  Der erste Hang lockt. Nach zwei Schwüngen sind alle Kinder verknotet. Ich gebe wieder jedem einzelnen Kind gezielte Anweisungen. Simone und ich helfen den Kindern in die Ski. Immer unter größter Anstrengung. Der Schnee klebt wie Zement an den ungewachsten Schuhen. Hinter uns verknoten sich Martinas Kinder.

 Wir wollen mit dem Schlepplift fahren. Die Kinder kommen entweder nicht durch das Drehkreuz (eine fremde Liftkarte stört) oder sie finden keinen Partner oder sie fallen aus dem Lift oder sie steigen zu früh aus.  Nach dem 4. Anlauf sind endlich wieder alle ganz oben. Vor der nächsten Abfahrt fahren sich noch einmal alle Kinder um und verknoten sich..  Beim Wegfahren sehe ich, dass sich hinter uns Martinas Kinder ….......................

15.45 Uhr wir sind wieder im Bus auf dem Weg nach Hause. Die Kinder sind im Kino und wir haben Zeit uns ein wenig zu unterhalten. Gudrun ist aufgeregt: „ Ich war heute so streng, weil...

Ich weiß was Gudrun zu berichten hat.

Irene Fröhler

   
   
   
   
5. Skikurstag mit Abschlussrennen

St. Johann/Tirol, starker Schneefall , kalt

08.02.2015 5. Skikurstag mit Abschlussrennen

 

5.00 Uhr der Wecker klingelt. Mich trifft fast der Schlag. Aber ich habe mir mehr Zeit für heute morgen eingeplant. Wir müssen noch die Brezen (Rennbrezen mit Spezialmehl gebacken) beim Bäcker holen. Dort dauert es immer ein wenig länger. Eine sehr nette aber etwas umständliche Verkäuferin wird mich bedienen.

6.30 Uhr wir stehen auf dem Parkplatz mit den Brezen im Kofferraum und warten auf den Bus. Heute war eine andere Verkäuferin da.

7.00 Uhr wir unterbrechen die Anfahrt, denn jetzt kommen noch in letzter Sekunde die Kinder, auf die wir gewartet haben.

7.30 nach einer routinierten Hektik (heute fahren auch einige Eltern mit, um die Kinder beim Rennen anzufeuern) starten wir pünktlich.

7.45 Uhr in Hofolding sehen wir Gudrun kaum. Heute winkt sie nicht. Die schlechten Sicht- und Straßenverhältnisse erschweren uns das Anhalten.

Ohne Schwierigkeiten erreichen wir nach einer munteren Busfahrt St.Johann/Oberndorf. Heute flutscht wieder alles. Wir fahren gleich mit der Gondel ganz nach oben. Simone hat sich gestern schon verabschiedet. Heute unterstützt mich Helen. Die Kinder wissen genau was zu tun ist. Und so stolpern sie nacheinander schnell in die Gondel und wieder heraus. Die Abfahrt ist lang und schwierig. Wir haben unpräparierte Pisten. Es fällt zu viel Schnee. Helen ist von den Fahrkünsten der Kinder begeistert.

Eine Stunde später stehen wir am Start des Abschlussrennens. Einige Eltern helfen den Kindern die Startnummern anzulegen. Christoph steht am Start und nimmt den Kindern mit ruhiger Stimme und aufmunternden kleinen Witzen die Nervosität. Danach fordert er mich auf einmal durch den Lauf zu rutschen um die Spur wieder zu glätten. „ Fahr einfach so wie du es am besten kannst – im Pflug“ ruft er mir zu und zwinkert grinsend.

Im Ziel hat Helen die Kinder schon mit Gummibären versorgt. Aber sie sind hungrig wie Wölfe. Deshalb gehen wir auch gleich in die Wirtschaft. Für uns ist  alles vorbereitet. Das hat Claudia schon am 3. Skikurstag geregelt. Nach einer weiteren Stunde stehen wir wieder auf der Piste. Die Kinder fühlen sich stark wie ein Tiger (nachdem sich die Anspannung vom Vormittag gelegt hat) und wollen eine schwarze Piste fahren. Ich möchte sie nicht demotivieren und orientiere mich zu der steileren, unberührten Seite der Piste und erkläre diese als schwarze Abfahrt. Die Kinder fahren, purzeln, graben sich aus dem Schnee. Wir haben bereits die Hälfte der Abfahrt geschafft, da sehe ich Julian hektisch zappeln. Meine Befürchtung, er würde stark frieren zerschlägt sich. Er muss nur driiiiiiiiiiiiiiiiiingend auf die Toilette. Helen übernimmt die Gruppe und ich rase mit Julian zum nächsten Klo. Der springt aus der Bindung und ins Häusl hinein. Hier hat es also wirklich sehr pressiert. Bis der Rest der Meute wieder erscheint ist Julian fertig.

Vor der Siegerehrung bleibt noch Zeit uns im „rückwärts fahren“ zu üben.

Für die Kinder wird die Spannung fast unerträglich. Deshalb halte ich meine kurze Ansprache für Eltern, Kinder und Skilehrer kurz. Ich kann es mir nicht verkneifen die Eltern darum zu bitten im nächsten Jahr darauf zu achten, dass Schuhe und Ski besser gewachst werden. Dann werden alle Kinder für ihre Leistungen mit einer Urkunde oder sogar mit einer Medaille belohnt. Einer meiner Jungs ist mit seiner Platzierung überhaupt nicht zufrieden und zerstört deshalb wütend seine Urkunde. Ich beruhige ihn, glätte die Urkunde, verspreche ihm auch eine Neue (die will er aber nicht), hindere ihn daran auf seine Ski einzutreten und quatsche und quatsche. Steffi erkennt meine Not und bringt alle anderen Kinder zusammen mit Helen zum Bus.

Auf der Rückfahrt gibt es wieder Kino für die Kinder. Ich biete meinem enttäuschten Rennläufer noch einmal die Urkunde an – wieder wird abgelehnt. Beim Aussteigen sehe ich aber, wie er die Urkunde in seinen Rucksack packt.

Auf dem Weg nach Trudering erreichen uns zwei Anrufe. Einer gilt einem vergessenen Handy, der andere zwei Paar falsch ausgeladenen Skiern.

 

Montag, 09.02.

Ich muss heute erst später zur Arbeit und schreibe vorher noch die Berichte für die letzten Skikurstage, denn heute ist Redaktionsschluss.

Eure Irene Fröhler

   
   

Kurs 1

Skilehrer: Claudi + Helen

Kurs 2

Skilehrer: Martina + Helen

   

Kurs 3

Skilehrer: Irene + Simone

Kurs 4

Skilehrer: Gudrun

   

Kurs 5

Skilehrer: Tobi

Kurs 6

Skilehrer: Mario

   

Kurs 7

Skilehrer: Basti

Kurs 8

Skilehrer: Christoph

   

Snowboard-Kurs 1

Snowboardlehrer: Max + Tobi

Erwachsenenkurs 1+2

Skilehrer: Doris

   

   
Ein Traum – das Skifinish am 07.03.15

Mit mehreren Autos fuhren wir zu unserer Abschlussfahrt ins Sudelfeld, weil dort viel und guter Schnee lag und wir außerdem netterweise Gruppenermäßigung bekamen. Und die Entscheidung, dorthin zu fahren, hat sich als absolut richtig erwiesen.

Obwohl eines unserer Fahrzeuge laut WhatsApp-Nachricht bei „sing Alinghi“  :-)  im Stau stand-was das Autokorrekturprogramm so alles macht, eigentlich waren sie nämlich bei Aying-und auch noch am Spitzingsee  :-)  vorbeifuhr, kamen wir alle fast gleichzeitig beim Waldkopflift an.

Dort begann dann unser genialer Skitag! Während sich Claudia, Elke, Gitti, Ingrid, Tina, Gernot, Harry, Karl-Heinz und Michael für´s Fahren in der Gruppe mit Doris und mir angemeldet hatten, verließen uns die Freifahrer Claudia, Elisabeth, Elmar und Josef nach der Begrüßung.

Bei von Anfang an herrlichem Sonnenschein und prima Schneeverhältnissen spielten wir Ball, wurden zu Superman bzw. -girl, bezwangen problemlos die Rosengasse, zeigten imaginären Zuschauern unsere imaginären Startnummern und ließen den Schnee stauben.

Mittags trafen wir uns alle am vorbestellten Tisch in der Speckalm, nach der gemütlichen Pause entstand dann das Gruppenfoto.

Am Nachmittag trainierten wir mit (Strumpfhosen-)Seilen, fuhren bzw. flogen über die Wellenbahn, schwebten im historischen Lift den Berg hinauf, wobei unsere Unterschenkel gefühlsmäßig 5 cm länger wurden und pressten unsere Stöcke an uns und brachten dabei unser Gewicht über den Außenski. Danach ließen wir den Skitag zuerst auf der Piste, dann beim Waldkopfstüberl in der Sonne genussvoll ausklingen.

Ein dickes Dankeschön allen unseren lieben Teilnehmern für´s Dabeisein – es hat uns mit Euch wieder einen riesigen Spaß gemacht!

Es würde uns sehr freuen, wenn Ihr auch beim Skiopening  in der neuen Saison wieder dabei wärt. Selbstverständlich sind auch alle anderen Skifahrer/innen des Turnerbundes bei uns herzlich willkommen!

Bis dahin eine wunderbare Zeit,

 

Eure Doris und Gudrun