Keine Annahme der Mach mit – Tauch auf-Gutscheine

1. Januar 2025

Aufgrund des hohen administrativen Aufwands bei der Bearbeitung der Gutscheine hat sich der Vorstand und die Abteilungsleitung entschieden, diese Gutscheine nicht zu akzeptieren.

Tobia Riess, 1. Vorstand erläutert die Gründe: „Alle Kinder sollten gut und sicher schwimmen können. Leider ist der bürokratische Aufwand der Abrechnungen der Gutscheine so hoch, dass er von unseren ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen in der Administration nicht gestemmt werden kann. Wir bedauern sehr, dass wir die Gutscheine deshalb nicht annehmen können.“

Der Abteilungsleiter der Schwimm-Abteilung Markus erklärt: „Wir wissen die Anstrengungen der Bayerischen Staatsregierung, des Bayerischen Schwimmverbandes und des Bayerischen Landessportverbandes e.V. im Rahmen der Kampagne Mach mit – Tauch auf ausdrücklich zu schätzen. Auch den Ansatz Vereine, wie uns, mit in die Verantwortung zu nehmen, dass Kinder gut und sicher schwimmen können, wird von uns in dieser Form in unserem Kursprogramm gelebt. In der Schwimmabteilung sind wir, wie in allen Abteilungen, gehalten kostendeckend zu arbeiten: das ist bei dem hohen Arbeitsaufwand in der Bearbeitung der Gutscheine und der langen Wartezeit auf die Gutschriften leider nicht zu realisieren. Wir kommen daher, ähnlich wie die geschätzten Kollegen anderer Schwimmvereine / Schwimmabteilungen zu der Überzeugung, dass sich der hohe administrative Aufwand für uns nicht rechnet. Auch die Information, dass diese Aktion in die Verlängerung ging, kam bei uns trotz Kontaktaufnahme mit den Verantwortlichen nur mit Verspätung an. Wir verfolgen mit Interesse die Kommentare verschiedener Politiker zu diesem Thema. Besonders interessant ist die Schriftliche Anfrage von Herrn Max Deisenhofer an den Bayerischen Landtag. Herr Max Deisenhofer hat aus unserer Sicht in diesen Punkten recht:

– fast alle unserer Kurse sind auch ohne den Gutscheinanreiz ausgebucht,

– unabhängig von Vereinen sollte der Schwimmsport in den Schulen durch gut ausgebildete Schwimmlehrer in kleinen Gruppen gestärkt werden und

– es sollte politisch alles dafür getan werden, dass Schwimmbäder nicht schließen bzw. sich diese auf einem technisch guten Standard befinden.

Wir würden nicht so weit gehen, von einem Flop der Kampagne „Mach mit – Tauch auf“ zu sprechen; es mag Vereine geben, die bei einer hohen Durchschleusung von Teilnehmern in Anfängerkursen mit diesen Gutscheinen ein positives Ergebnis erzielen. Wir verfolgen einen anderen Ansatz: nur Unterricht in kleinen Gruppen geben Kindern und Eltern die Gewissheit, dass die kleinen Teilnehmer nach dem erfolgreichen Besuch der Kurse Seepferdchen, Seeräuber und Bronze wirklich sicher im Wasser sind.“

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